Kolonialismus und exotische Welten. Die Drogen als Semiophoren in der Berner pharmakognostischen Sammlung und in der Historischen Bibliothek der Schweizerischen Pharmazie.
Options
Description
Mit den beiden Hauptfiguren Friedrich August Flückiger und Alexander Tschirch, war die Universität Bern während beinahe einem halben Jahrhundert eine Hochburg des pharmazeutischen Unterrichts und der wissenschaftlichen Forschung, besonders auf dem Gebiet der Pharmakognosie. Daraus entstanden Sammlungen, von Pflanzen in Flückigers Herbarium, von Drogen in der pharmakognostischen Sammlung und von Büchern und Zeitschriften, die noch heute konserviert und wissenschaftlich bearbeitet werden. Die Drogenkunde in der Schweiz rund um 1900 war außerdem sehr auf die Welt offen und gewann viel von Reisen und von einem ausgedehnten Netz, was deren Fachdifferenzierung von den anderen pharmazeutischen Fächern antrieb. So sagen diese Sammlungen viel über die damalige Pflanzenwelt aus, einst fast umfänglich vom europäischen Kolonialismus dominiert. Am Beispiel einiger Arzneien aus drei Kontinenten soll der Vortrag die Verschachtelung von Geografie, Kultur und Politik sowohl in der pharmakognostischen Sammlung wie in den Werken der Historischen Bibliothek der Schweizerischen Pharmazie beleuchten.
Date of Publication
2022
Publication Type
Conference Item
Subject(s)
Language(s)
de
Contributor(s)
Additional Credits
Title of Event
Access(Rights)
metadata.only