Poetik der Störung
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BORIS DOI
Subtitle
'Christian Kracht' als Herausforderung für die literarische Öffentlichkeit
Abstract
Die vorliegende Studie befasst sich mit Phänomenen der Störung in Christian Krachts OEuvre und fragt danach, wie das Unbehagen der literarischen Öffentlichkeit mit diesem Autor zu erklären ist. Dabei werden journalistische und literarische Texte sowie die Selbstinszenierungsweisen des Autors auf die Verfahren hin untersucht, die die Irritationen hervorrufen.
Der Begriff „Störung“ wird in der Studie nicht negativ verstanden, sondern neutral als Irritation von Automatismen und Normalerwartungen definiert, denen durch den Regelverstoß das Potential innewohnt, die Reflexion von Normalitäts- und Akzeptabilitätsgrenzen anzustoßen. Die Studie nutzt Erkenntnisse kulturwissenschaftlicher Störungsforschung und einen darin verorteten diskursanalytischen Zugang, der Close Readings einzelner Texte in ihren Dispositiven verortet und hinsichtlich der zugehörigen Wertungsdiskurse beschreibt.
Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Kracht diverse Verfahren künstlerischer Transgression kombinierend einsetzt: Die Studie unterscheidet (narrations-)ästhetische, semiotische und hermeneutische Formen der Störung sowie Verfahren der Diskusstörung und medienreflexiver Störung im Handlungs- sowie Symbolsystem Literatur.
Die Untersuchung zeigt auf, dass diese Verfahren Krachts Poetik auch nach der Imperium-Debatte (2012) und den Kanonisierungstendenzen um den Autor in subtilerer Ausprägung kennzeichnen und diese in einem Spannungsverhältnis zu produktions- und rezeptionsseitigen werkpolitischen Entstörungstendenzen stehen.
Der Begriff „Störung“ wird in der Studie nicht negativ verstanden, sondern neutral als Irritation von Automatismen und Normalerwartungen definiert, denen durch den Regelverstoß das Potential innewohnt, die Reflexion von Normalitäts- und Akzeptabilitätsgrenzen anzustoßen. Die Studie nutzt Erkenntnisse kulturwissenschaftlicher Störungsforschung und einen darin verorteten diskursanalytischen Zugang, der Close Readings einzelner Texte in ihren Dispositiven verortet und hinsichtlich der zugehörigen Wertungsdiskurse beschreibt.
Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Kracht diverse Verfahren künstlerischer Transgression kombinierend einsetzt: Die Studie unterscheidet (narrations-)ästhetische, semiotische und hermeneutische Formen der Störung sowie Verfahren der Diskusstörung und medienreflexiver Störung im Handlungs- sowie Symbolsystem Literatur.
Die Untersuchung zeigt auf, dass diese Verfahren Krachts Poetik auch nach der Imperium-Debatte (2012) und den Kanonisierungstendenzen um den Autor in subtilerer Ausprägung kennzeichnen und diese in einem Spannungsverhältnis zu produktions- und rezeptionsseitigen werkpolitischen Entstörungstendenzen stehen.
Date of Publication
2023
Year of graduation
2019
Theses Type
dissertation
Language(s)
de
Author(s)
Riniker, Christine |
Faculty/Graduate School
Access(Rights)
open.access
Primary OA Publication
true