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Den geschichtswissenschaftlichen Umgang mit Gewalt prägten immer auch historische Kategorisierungen von Gewaltformen und -praktiken. Krieg und Eroberung, Konsolidierung, Massaker – Gewaltgeschichte ist voller logischer Gruppierungen gewaltsamer Ereignisse. Was jedoch analytisch oft fehlt, ist das, was auch die Gewalt der Gegenwart so schwer fassbar macht: Normalisierung, die Alltäglichkeit von Gewalt jenseits – buchstäblich – klarer Fronten. Dies ist ein geschichtswissenschaftliches Problem, sowohl in Hinblick auf Alltagsgewalt in vergangenen Gesellschaften, ganz zentral in kolonialen Kontexten, aber auch in Hinblick auf deren Darstellung und Vermittlung in der Historiografie.
Date of Publication
2024-09
Publication Type
Editorship
Language(s)
de
Editor(s)
Raapke, Annika |
Access(Rights)
metadata.only