The Feminist Strike as a Process: Recent Ways of Politicizing Paid and Unpaid Care Work in Swiss Households
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Seit einigen Jahren wird in der Schweiz die Arbeit in Haushalten wieder verstärkt politisiert. Im Fokus stehen dabei die prekären Bedingungen, unter denen diese Arbeit heute geleistet wird, aber auch die Dynamiken zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit und damit einhergehende ethnisierte/rassifizierte Sorgeketten. Geteilte, intime Erfahrungen des „Sorgens“ – verstanden als eine ambivalente Praxis, die oft sowohl Ausbeutung als auch Liebe beinhaltet – sind dabei Ausgangspunkt für praktisches und politisches Aufbegehren. Die Subjekte dieses Protests sind sehr divers und reichen von (Gross-)Mütter-Kollektiven bis zu selbstorganisierten Migrantinnen, die in Haushalten rund um die Uhr ältere Menschen umsorgen.
Der Beitrag von Sarah Schilliger hat diese vielfältige Re-Politisierung von Hausarbeit zum Thema. Sie lenkt den Blick auf die Besonderheiten des feministischen Streiks in der Schweiz und analysiert die Mobilisierungen aus einer Perspektive, die den feministischen Streik nicht nur als eine Aktionsform, sondern gleichzeitig als eine Frage (Was ist dein Streik?) und als einen Prozess versteht. Wie imaginiert und realisiert der feministische Streik eine alternative Politik, die feministische Allianzen
möglich macht? Wie wird dabei Mutterschaft als eine politische, emanzipatorische Subjektivität sicht- und lebbar? Und inwiefern gelingt es dieser Bewegung, die Leerstellen eines liberalen Demokratieverständnisses zu politisieren, das Sorge-Praktiken systematisch missachtet und abwertet?
Der Beitrag von Sarah Schilliger hat diese vielfältige Re-Politisierung von Hausarbeit zum Thema. Sie lenkt den Blick auf die Besonderheiten des feministischen Streiks in der Schweiz und analysiert die Mobilisierungen aus einer Perspektive, die den feministischen Streik nicht nur als eine Aktionsform, sondern gleichzeitig als eine Frage (Was ist dein Streik?) und als einen Prozess versteht. Wie imaginiert und realisiert der feministische Streik eine alternative Politik, die feministische Allianzen
möglich macht? Wie wird dabei Mutterschaft als eine politische, emanzipatorische Subjektivität sicht- und lebbar? Und inwiefern gelingt es dieser Bewegung, die Leerstellen eines liberalen Demokratieverständnisses zu politisieren, das Sorge-Praktiken systematisch missachtet und abwertet?
Date of Publication
2023
Publication Type
Conference Item
Language(s)
en
Access(Rights)
metadata.only