Vernetzte Wasserkraft: Entwicklungspfade und Knotenpunkte des Stauseebaus in der Schweiz und Italien, 1880–1968.
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BORIS DOI
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Der Artikel befasst sich mit der Geschichte der Hydroelektrizität in der Schweiz und Italien, wobei der Fokus auf dem Bau von alpinen Stauseen liegt. Für den Zeitraum von 1880 bis 1968 werden die beiden Alpenländer verflechtungshistorisch untersucht, womit sich zwischen ihnen nicht nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede, sondern auch Netzwerke und Austauschprozesse zeigen. Wasserkraftwerke im Allgemeinen sowie Stauseen im Spezifischen lassen sich vor diesem Hintergrund als energiepolitische Konglomerate analysieren, die aufgrund naturräumlicher, politischer, wirtschaftlicher, technologischer sowie transnationaler Faktoren und Kräfte entstanden sind. Was für staatliche oder (privat-)wirtschaftliche Akteure hinter dem Bau von Stauseen in der Schweiz und Italien standen, wer davon profitierte und wer hingegen Opfer aufbringen musste, macht der Artikel in drei Zeitabschnitten deutlich. Erstens die Anfangsphase des industriellen Wasserbaus in den Alpen zwischen 1880 und 1914, die von einem relativ freien Austausch an Energie, Expertisen und Kapital geprägt war. Zweitens die Jahre zwischen 1918 und 1945, als die Schweiz und Italien mit 1916 beschlossenen nationalen Wasserrechtsgesetzen unter unterschiedlichen konzessionsrechtlichen Verfügungsgewalten in die Zwischenkriegszeit eintraten. Drittens die Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1968, als beide Alpenländer den Aufbau neuer Speicherseen massiv vorantrieben, die zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräume sich aber mittlerweile auf unterschiedlichen Bahnen entwickelt hatten.
Date of Publication
2023-04-01
Publication Type
Article
Subject(s)
Language(s)
de
Additional Credits
Series
Schweizerische Zeitschrift für Geschichte
Publisher
Schwabe
ISSN
0036-7834
Access(Rights)
restricted