‚Almuosa‘. Bruchstücke einer unbekannt gebliebenen geistlichen Verserzählung des 13. (oder frühen 14.) Jahrhunderts
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Der Beitrag gilt den Bruchstücken und Leimabklatschen einer um 1300 entstandenen Handschrift aus dem westmitteldeutschen, wohl rheinfränkischen Sprachraum, die als Einbandverstärkung der Inkunabel Mainz, Gutenberg-Museum, StB Ink 626, dienten. Sie überliefern Reste eines sonst nicht bekannten höfischen Erzähltextes in fortlaufenden Versen. Etwa die Hälfte der ca. 250 noch erkennbaren Verse sind beschädigt, die erhaltenen Partien bilden keinen Zusammenhang. Die Handlung des fragmentierten Textes lässt sich nicht rekonstruieren, doch handelt es sich um eine geistlich geprägte Erzählung wohl größeren Umfangs, die den Behelfstitel ‚Almuosa‘ erhalten soll. Mögliche Parallelen mit erhaltenen geistlichen Verserzählungen, besonders mit ‚Der arme Ritter‘ und dem Erzählstoff vom Mädchen namens Maria, werden diskutiert. Der Artikel enthält eine diplomatische Transkription und den Versuch einer versweisen Anordnung der erhaltenen Stücke in einer hypothetischen Reihenfolge.
Date of Publication
2024
Publication Type
Article
Language(s)
de
Additional Credits
Series
Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur
Publisher
S. Hirzel Verlag
ISSN
0044-2518
2749-9200
Access(Rights)
metadata.only