Massenmedien als Herausforderer oder Agenturen nationaler Eliten? Eine Analyse der deutschen und französischen EU-Erweiterungsdebatte
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Die bisherige Erfolgsgeschichte europäischen Regierens beruht auf der Nicht-Öffentlichkeit hochgradig politischer Prozesse (Brüggemann 2002: 1), hat sich doch die Integration Europas weitgehend hinter verschlossenen Türen abgespielt. Diese Form der Integration stößt an ihre Grenzen. Die Zeit, in der die Bevölkerung der Elite freie Hand ließ, ist vorbei. Der „permissive Konsens“ sinkt (Carey 2001: 2) und wandelt sich zu einer „reluctant acceptance“ (Mittag/Wessels 2003: 416) oder gar zu einer Ablehnung weiterer Integrationsschritte. Offenkundig wird dies nicht nur im spektakulären „Nein“ der Franzosen und Niederländer zur EU-Verfassung, sondern auch in der rückläufigen Beteiligung bei Europawahlen und in den gewaltigen Einstellungsunterschieden zwischen Elite und Bevölkerung bezüglich der europäischen Integration in allen Mitgliedsstaaten (Mittag/Wessels 2003: 418).
Date of Publication
2008
Publication Type
Book Section
Language(s)
de
Editor(s)
Pfetsch, Barbara | |
Adam, Silke |
Additional Credits
Publisher
VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN
978-3-531-15473-2
Access(Rights)
metadata.only