Zürichs graue Eminenzen: Reformierte Stadtgeistliche als Einflussfaktoren auf die Zürcher Aussenpolitik im 17. Jahrhundert
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Als sichtbare Akteure der Aussenbeziehungen traten im Zürich des 17. Jahrhunderts in aller Regel der Rat als Gremium oder einzelne Ratsherren in Erscheinung. Hinter den Kulissen beeinflussten allerdings auch unterschiedliche Mitglieder der kirchlichen Elite die Aussenpolitik in nicht unerheblichem Masse und wirkten insbesondere darauf ein, nähere Verbindungen zu protestantischen Gemeinwesen wie England, den Niederlanden oder zu protestantischen Reichsfürsten zu schaffen. Im Gegensatz zu den Ratsherren verfügten die weitgereisten Geistlichen über ausgedehnte Netzwerke zu den wichtigsten protestantischen Zentren und Hochschulen in ganz Europa. Mithilfe ihrer transnationalen Korrespondenzpartner, ihren vielfältigen Vernetzungen innerhalb Zürichs und ihrem Wissen über politisch-diplomatische Vorgänge in Europa steuerten sie die aussenpolitischen Geschäfte auf eine diskrete Weise, die oftmals weder von den Zeitgenossen noch von Historiker:innen erkannt worden ist.
Date of Publication
2025-07-08
Publication Type
Conference Item
Language(s)
de
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Access(Rights)
metadata.only