Schlaf und klinische Risikosymptome für Psychosen: Eine Untersuchung unter Einbezug von Basissymptome
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Hintergrund und Fragestellung: Schlafstörungen treten häufig bei psychotischen Störungen auf und werden auch von Personen mit einem klinischen Hochrisiko für Psychosen (CHR-P) berichtet. Während bisherige Forschung vor allem den Zusammenhang zwischen Schlaf und positiven bzw. negativen Symptomen untersuchte, zielte die vorliegende Studie darauf ab, zusätzlich den Zusammenhang mit Basissymptomen zu erfassen.
Methodik: Schlaf wurde mithilfe des Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) bei Patient*innen einer Früherkennungsstelle für Psychosen in Bern erfasst. Die Stichprobe (M = 17,75 Jahre; 63 % weiblich) umfasste Personen mit CHR-P (n = 115), Erstmanifestation einer Psychose (FEP; n = 12) und anderen psychischen Störungen (klinische Kontrollen; n = 17). Analysiert wurden Gruppenunterschiede in den PSQI-Werten sowie Zusammenhänge zwischen Schlafqualität und der Schwere von Basis-, positiven, negativen, desorganisierten und allgemeinen Symptomen.
Ergebnisse: Zwischen den Gruppen (CHR-P, FEP, CC) zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in der Schlafqualität. Eine höhere Anzahl an Basis- und positiven Symptomen war mit einer leicht verminderten Schlafqualität assoziiert. Die verschiedenen Symptomdimensionen erklärten insgesamt 10 % der Varianz im globalen PSQI-Wert, wobei vor allem allgemeine Symptome den größten Anteil beitrugen (64 %; p < 0.01).
Diskussion und Ausblick: Schlafstörungen sind nicht nur bei CHR-P, sondern auch bei FEP und anderen psychischen Störungen häufig. Die Ergebnisse deuten auf transdiagnostische Mechanismen hin, bei denen allgemeine Symptome eine zentrale Rolle spielen könnten. Künftige Studien sollten untersuchen, inwiefern diese Mechanismen zur Früherkennung und Intervention genutzt werden können.
Methodik: Schlaf wurde mithilfe des Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) bei Patient*innen einer Früherkennungsstelle für Psychosen in Bern erfasst. Die Stichprobe (M = 17,75 Jahre; 63 % weiblich) umfasste Personen mit CHR-P (n = 115), Erstmanifestation einer Psychose (FEP; n = 12) und anderen psychischen Störungen (klinische Kontrollen; n = 17). Analysiert wurden Gruppenunterschiede in den PSQI-Werten sowie Zusammenhänge zwischen Schlafqualität und der Schwere von Basis-, positiven, negativen, desorganisierten und allgemeinen Symptomen.
Ergebnisse: Zwischen den Gruppen (CHR-P, FEP, CC) zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in der Schlafqualität. Eine höhere Anzahl an Basis- und positiven Symptomen war mit einer leicht verminderten Schlafqualität assoziiert. Die verschiedenen Symptomdimensionen erklärten insgesamt 10 % der Varianz im globalen PSQI-Wert, wobei vor allem allgemeine Symptome den größten Anteil beitrugen (64 %; p < 0.01).
Diskussion und Ausblick: Schlafstörungen sind nicht nur bei CHR-P, sondern auch bei FEP und anderen psychischen Störungen häufig. Die Ergebnisse deuten auf transdiagnostische Mechanismen hin, bei denen allgemeine Symptome eine zentrale Rolle spielen könnten. Künftige Studien sollten untersuchen, inwiefern diese Mechanismen zur Früherkennung und Intervention genutzt werden können.
Date of Publication
2026-04-23
Publication Type
Conference Item
Language(s)
de
Title of Event
Access(Rights)
metadata.only