Burnout und Neurasthenie – Zeitdiagnosen der Jahrhunderte?
Options
BORIS DOI
Publisher DOI
Description
Das Burnout-Syndrom hat sich nach seiner Erstbenennung 1974 durch den amerikanischen
Psychologen Herbert Freudenberger zu einer wahren Modediagnose
unserer Zeit entwickelt und scheint eines der wenigen gesellschaftlich akzeptierten
psychischen Krankheitsbilder zu sein. Jedoch lässt sich im Verlauf der Psychiatriegeschichte
bereits im 19. Jahrhundert ein Krankheitsbild mit äusserst ähnlicher Erscheinungsform,
nämlich dem Leitsymptom der «reizbaren Schwäche», unter dem Namen
«Neurasthenie» auffinden.
Im vorliegenden Artikel soll überprüft werden, ob es sich bei Burnout-Syndrom
und Neurasthenie um gänzlich unterschiedliche Phänomene handelt, oder ob es nicht
vielmehr um epochenspezifische Modediagnosen geht, welche im Laufe der Jahrhunderte
jeweils in verschiedenen Begriffen abgebildet werden, obwohl sich dahinter
dieselbe Symptomatik und Ätiologie verbirgt.
Psychologen Herbert Freudenberger zu einer wahren Modediagnose
unserer Zeit entwickelt und scheint eines der wenigen gesellschaftlich akzeptierten
psychischen Krankheitsbilder zu sein. Jedoch lässt sich im Verlauf der Psychiatriegeschichte
bereits im 19. Jahrhundert ein Krankheitsbild mit äusserst ähnlicher Erscheinungsform,
nämlich dem Leitsymptom der «reizbaren Schwäche», unter dem Namen
«Neurasthenie» auffinden.
Im vorliegenden Artikel soll überprüft werden, ob es sich bei Burnout-Syndrom
und Neurasthenie um gänzlich unterschiedliche Phänomene handelt, oder ob es nicht
vielmehr um epochenspezifische Modediagnosen geht, welche im Laufe der Jahrhunderte
jeweils in verschiedenen Begriffen abgebildet werden, obwohl sich dahinter
dieselbe Symptomatik und Ätiologie verbirgt.
Date of Publication
2018-02
Publication Type
Article
Language(s)
de
Contributor(s)
Haisch, Sarie | |
Ballweg, Tobias | |
Seeher, Christian | |
Schibli, Yamina |
Series
Swiss archives of neurology, psychiatry and psychotherapy
Publisher
EMH Media
ISSN
2297-6981
Access(Rights)
open.access