Fictionality in Medieval and Early Modern German Literature
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Description
Auf Grundlage des im Artikel „Fictionality and the Alterity of Premodern Literature“ entwickelten historischen Fiktionalitätsbegriff untersucht dieser Beitrag die wichtigsten narrativen Gattungen der deutschsprachigen weltlichen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit auf ihre variierenden institutionellen Praktiken von Fiktionalität oder Faktualität. Gegenüber den stärker faktual geprägten Heldenepen, Antikenromanen und späthöfischen Romanen treten innerhalb der mittelhochdeutschen Literatur Artusroman und Märendichtung als Gattungen hervor, die frühe Formen interpassiv determinierter Fiktionalität zu entwickeln scheinen. Frühneuzeitliche Prosaromane bildeten unter gestiegenem Legitimierungsdruck neue Strategien der bedingten Wahrheitsabweichung heraus, von denen jedoch keine direkte Linie zum selbstreferentiellen, künstlerisch autonomen Fiktionalitätsverständnis der Neuzeit führt. Dieses entstand unter veränderten ästhetischen Voraussetzungen erst im 18. Jahrhundert.
Date of Publication
2023-07-10
Publication Type
Book Section
Language(s)
en
Editor(s)
Hühn, Peter | |
Pier, John | |
Schmid, Wolf |
Additional Credits
Publisher
De Gruyter
ISBN
9783110616439
Book Title
Access(Rights)
metadata.only