Medication Nonadherence in Children and Adolescents with ADHD
Mangelnde Medikamentenadhärenz bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS: Ergebnisse einer multizentrischen pro spektiven Beobachtungsstudie
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BORIS DOI
Publisher DOI
PubMed ID
40548886
Description
Objective: Attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) affects 6-10 % of children and adolescents worldwide. While psychopharmacological treatments effectively reduce symptoms, incomplete adherence is common, diminishing their effectiveness. This study investigated medication nonadherence and its predictors in children and adolescents with ADHD. Method: The TDM-VIGIL study, a multicenter prospective observational study in Germany, examined drug-related risks of ADHD medication in hyperkinetic disorders and nonadherence. Participants aged 6-18 years with ADHD (ICD-10/DSM-IV) starting stimulants or nonstimulants were assessed for nonadherence using the Medication Assessment Questionnaire (MAQ) at multiple time points. Patients were classified as fully or not fully adherent, and logistic regression analysis was used to identify predictors. Results: Among 198 participants (mean age = 10.4 years), 66.1 %-75.4 % were fully adherent across time points. Higher age and lower intelligence were significantly associated with nonadherence, while sex, disease severity, adverse events, treatment setting (outpatient, day clinic, inpatient), medication class (stimulant, nonstimulant), and treatment strategy (mono- versus polypharmacy) were not. Conclusions: Medication nonadherence is common in youth with ADHD, with higher age and lower intelligence representing relevant risk factors. Clinicians should consistently monitor adherence and address individual barriers.
Fragestellung: Von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind weltweit 6–10 % der
Kinder und Jugendlichen betroffen. Psychopharmaka führen zwar zu einer wirksamen Reduzierung der Symptome, werden
aber häufig nur unzureichend eingenommen, was ihre Wirksamkeit beeinträchtigt. Diese Studie untersuchte die Medika-
menten-Nichtadhärenz und ihre Prädiktoren bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS. Methodik: Die TDM-VIGIL-Studie, eine
multizentrische prospektive Beobachtungsstudie, untersuchte die medikamentösen Risiken von Psychopharmaka sowie
Nichtadhärenz bei hyperkinetischen Störungen. Teilnehmende im Alter von 6 bis 18 Jahren mit ADHS (ICD-10/DSM-IV), bei
denen eine Behandlung mit Stimulanzien oder Nicht-Stimulanzien begonnen wurde, wurden zu mehreren Zeitpunkten hin-
sichtlich ihrer Nichtadhärenz mittels des Medication Assessment Questionnaire (MAQ) untersucht und als vollständig oder
nicht vollständig adhärent klassifiziert. Mittels logistischer Regressionsanalyse wurden Prädiktoren ermittelt. Ergebnisse:
Von den 198 Teilnehmenden (Durchschnittsalter 10.4 Jahre) wurden 66.1 % bis 75.4 % über die Zeitpunkte hinweg als voll-
ständig adhärent klassifiziert. Ein signifikanter Zusammenhang zur Nichtadhärenz zeigte sich für höheres Alter und niedri-
gere Intelligenz, nicht jedoch für Geschlecht, Schweregrad der Erkrankung, Entwicklung von Nebenwirkungen, Behand-
lungssetting (ambulant, tagesklinisch, stationär), Wirkstoffklasse (Stimulanzien, Nicht-Stimulanzien) oder Mono- versus
Polypharmakotherapie. Schlussfolgerungen: Nichtadhärenz von ADHS Medikamenten ist bei Kindern und Jugendlichen mit
ADHS häufig, wobei Patienten mit höherem Alter und niedrigerer Intelligenz ein höheres Risiko aufweisen. Behandelnde
sollten die Adhärenz konsequent monitorieren und auf individuelle Herausforderungen eingehen.
Kinder und Jugendlichen betroffen. Psychopharmaka führen zwar zu einer wirksamen Reduzierung der Symptome, werden
aber häufig nur unzureichend eingenommen, was ihre Wirksamkeit beeinträchtigt. Diese Studie untersuchte die Medika-
menten-Nichtadhärenz und ihre Prädiktoren bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS. Methodik: Die TDM-VIGIL-Studie, eine
multizentrische prospektive Beobachtungsstudie, untersuchte die medikamentösen Risiken von Psychopharmaka sowie
Nichtadhärenz bei hyperkinetischen Störungen. Teilnehmende im Alter von 6 bis 18 Jahren mit ADHS (ICD-10/DSM-IV), bei
denen eine Behandlung mit Stimulanzien oder Nicht-Stimulanzien begonnen wurde, wurden zu mehreren Zeitpunkten hin-
sichtlich ihrer Nichtadhärenz mittels des Medication Assessment Questionnaire (MAQ) untersucht und als vollständig oder
nicht vollständig adhärent klassifiziert. Mittels logistischer Regressionsanalyse wurden Prädiktoren ermittelt. Ergebnisse:
Von den 198 Teilnehmenden (Durchschnittsalter 10.4 Jahre) wurden 66.1 % bis 75.4 % über die Zeitpunkte hinweg als voll-
ständig adhärent klassifiziert. Ein signifikanter Zusammenhang zur Nichtadhärenz zeigte sich für höheres Alter und niedri-
gere Intelligenz, nicht jedoch für Geschlecht, Schweregrad der Erkrankung, Entwicklung von Nebenwirkungen, Behand-
lungssetting (ambulant, tagesklinisch, stationär), Wirkstoffklasse (Stimulanzien, Nicht-Stimulanzien) oder Mono- versus
Polypharmakotherapie. Schlussfolgerungen: Nichtadhärenz von ADHS Medikamenten ist bei Kindern und Jugendlichen mit
ADHS häufig, wobei Patienten mit höherem Alter und niedrigerer Intelligenz ein höheres Risiko aufweisen. Behandelnde
sollten die Adhärenz konsequent monitorieren und auf individuelle Herausforderungen eingehen.
Date of Publication
2025-09
Publication Type
Article
Subject(s)
Keyword(s)
ADHS
•
ADHD
•
Adhärenz
•
Akzeptanz
•
Behandlung
•
Heranwachsende
•
Kinder
•
Medikation
•
adherence
•
adolescents
•
children
•
compliance
•
medication
•
treatment.
Language(s)
en
Contributor(s)
Mechler, Konstantin | |
Banaschewski, Tobias | |
Hellenschmidt, Tobias | |
Correll, Christoph U. | |
Theisen, Frank M. | |
Kölch, Michael | |
Libal, Gerhard | |
Renner, Tobias J. | |
Fegert, Jörg M. | |
Karwautz, Andreas | |
Plener, Paul L. | |
Heuschmann, Peter | |
Fekete, Stefanie | |
Romanos, Marcel | |
Egberts, Karin | |
Häge, Alexander |
Additional Credits
Series
Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Publisher
Hogrefe
ISSN
1422-4917
1664-2880
Access(Rights)
open.access