»Riesige Personenzahlen«. Transatlantische Rückwanderungen von Buenos Aires und New York um 1900
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Die Auswanderung aus Europa um die Jahrhundertwende führte in vielen Fällen nur zu einem temporären Aufenthalt auf dem amerikanischen Kontinent. Die Rückkehr konnte innerhalb desselben transatlantischen Migrationssystems stattfinden. Zeitgenossen um 1900 beschrieben und erfassten diese "Massenrückwanderung" aus Nord- und Südamerika nach Europa als ein quantitativ bedeutsames Phänomen. Dieser Aufsatz analysiert die Rückwanderung über den Atlantik ausgehend von den amerikanischen Hafenstädten Buenos Aires und New York anhand der neuen statistischen Erfassung von Ein- und Auswanderern sowie der medialen Berichterstattung. Der Aufsatz zeichnet in einem ersten Teil die Begriffskonjunktur in statistischen Quellen aus Argentinien und den Vereinigten Staaten nach und untersucht kulturgeschichtlich, wie die Statistik als normierendes Werkzeug und Kommunikationsstrategie operierte. Im zweiten Teil geht es um wiederkehrende Themen des Migrationsdiskurses in Fotografien und Zeitungsartikeln im Stile sozialdokumentarischer Reportagen. Eine kritische Analyse der Wanderungsstatistik und des medialen Diskurses zeigt, wie die zeitgenössische Wahrnehmung diese neue Migrationsbewegung zurück nach Europa auslotete und in ihrer Größendimension zu erfassen suchte. Auch wenn die europäische Migration über den Atlantik zu den besterforschten Gebieten der Migrationsforschung gehört, gilt es, die Geschichte der Remigration nach Europa in die emigrationsgeprägten Narrative zu integrieren.
Date of Publication
2024
Publication Type
Article
Subject(s)
Keyword(s)
mass migration
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port cities
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return migration
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conceptual history
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migration statistics
•
social documentary photography
•
public discourse on migration
Language(s)
de
Additional Credits
Series
Internationales Archiv für Sozialgeschichte
Publisher
Dietz
ISSN
0066-6505
Access(Rights)
restricted