Geschlechterungleichheiten in Ausbildungs-und Berufsverläufen junger Erwachsener in der Schweiz. Ergebnisse aus einer Mixed-Methods-Studie
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BORIS DOI
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Die Geschlechtersegregation des Arbeitsmarktes ist in der Schweiz ähnlich stark ausgeprägt wie in Deutschland. Den zahlreichen gleichstellungspolitischen Bemühungen zum Trozt münden noch immer die meisten jungen Erwachsenen in geschlechtstypische Berufe ein, geschlechtsuntypische Verläufe sind ausgesprochen selten. In einer längsschnittlich angelegten Mixed-Methods-Studie haben wir nach den Ursachen für dieses ausgewiesene Beharrungsvermögen der Segregation gesucht und danach gefragt, welche Faktoren und Mechanismen diese im biografischen Zeitverlauf aufrechterhalten. Dazu konnten wir einerseits auf die Verlaufsdaten der Schweizerischen TREE-Studie zurückgreifen und andererseits mit 33 ausgewählten Interviewpartner_innen in geschlechtstypischen und -untypischen Berufsgruppen berufsbiografische Interviews führen.
Unsere Ergebnisse bestätigen das Ausmass der Segregation bzw. weisen auf eine statistische Unterschätzung desselben hin. Geschlechtsuntypische Verläufe werden noch seltener realisiert als erwartet; sie gestalten sich hochgradig voraussetzungsvoll. So weisen Männer und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufsfeldern höhere Ressourcen auf als ihre Altersgenoss_innen in geschlechtstypischen Berufen, und sie beschreiben spezifische Unterstützungserfahrugen aus ihrem familialen und beruflichen Umfeld. Des Weiteren erweis sicht die (antizipierte) Familiengründung als zusätzliche Hürde für den Verbleib von Männern und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen, da diese in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung inkompatibel mit tradierten Familienvorstellungen sind.
Standort: E-Dokumente\Wehner_etal_2016_Geschlechterungleichheiten_Ausbildungsverläufe.pdf
fm 21.12.15
Unsere Ergebnisse bestätigen das Ausmass der Segregation bzw. weisen auf eine statistische Unterschätzung desselben hin. Geschlechtsuntypische Verläufe werden noch seltener realisiert als erwartet; sie gestalten sich hochgradig voraussetzungsvoll. So weisen Männer und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufsfeldern höhere Ressourcen auf als ihre Altersgenoss_innen in geschlechtstypischen Berufen, und sie beschreiben spezifische Unterstützungserfahrugen aus ihrem familialen und beruflichen Umfeld. Des Weiteren erweis sicht die (antizipierte) Familiengründung als zusätzliche Hürde für den Verbleib von Männern und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen, da diese in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung inkompatibel mit tradierten Familienvorstellungen sind.
Standort: E-Dokumente\Wehner_etal_2016_Geschlechterungleichheiten_Ausbildungsverläufe.pdf
fm 21.12.15
Date of Publication
2016
Publication Type
Book Section
Language(s)
de
Contributor(s)
Wehner, Nina | |
Schwiter, Karin | |
Maihofer, Andrea |
Editor(s)
Faulstich-Wieland, Hannelore |
Additional Credits
Publisher
Beltz Juventa
ISBN
978-3-7799-3283-3
Book Title
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Access(Rights)
restricted