Über die Schwierigkeit, unparteiische Entscheidungen zu fällen: Schiedsrichter bevorzugen Fussballteams ihrer Kultur
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Von Schiedsrichtern und Schiedsrichterinnen im Fußball wird erwartet, dass ihre Urteile keine Mannschaft übervorteilen. Wegen der Umstände, unter denen sie Entscheidungen treffen müssen, sind unparteiische Urteile jedoch unwahrscheinlich. Eine hinreichende Bedingung für eine Bevorzugung ist Ähnlichkeit. Als Maß der Ähnlichkeit verwendeten wir die Übereinstimmung der kulturellen Herkunft von Mannschaften und des jeweiligen Schiedsrichters. In der Schweiz gibt es eine französischsprachige und eine deutschsprachige Kultur. Wir analysierten 1.033 Spiele der höchsten Schweizer Fußballliga der Männer. Es zeigte sich, dass eine Mannschaft einen Vorteil hat, wenn sie aus derselben Kultur wie der Schiedsrichter stammt. Der Vorteil zeigte sich in der Höhe des Sieges, der Höhe der gewonnenen Punkte, der Anzahl gelber Karten und der Anzahl der Platzverweise.
Referees are expected to make impartial decisions. If one looks at the judgment processes that take place while building a decision, impartial judgments are unlikely. A sufficient condition for a preference is similarity. As a measure of similarity, we used the correspondance of the cultural origin between the team and the referee. In Switzerland there is a French-speaking and a German-speaking culture. We analyzed 1033 matches of the highest men's Swiss soccer league. The analysis revealed an advantage for the team coming from the same cultural background as the referee. This advantage was shown by number of goals, points, yellow cards and sending offs.
Date of Publication
2007
Publication Type
Article
Language(s)
de
Contributor(s)
Additional Credits
Series
Zeitschrift für Sozialpsychologie
Publisher
Huber
ISSN
0044-3514
Access(Rights)
restricted