Identitätskonstruktion und Autofiktion im freien Schweizer Performancetheater
Abstract
Im Rahmen eines Dissertationsprojekts an der Universität Bern setzt sich Nele Solf mit fiktionaler Ambiguität im zeitgenössischen Performancetheater auseinander. Seit 2013 die Basler Dokumentartage unter dem Titel «It`s the Real Thing» den Trend zum Spiel mit Fakt und Fiktion – insbesondere in autobiografisch verankerten Performances – in den Blick nahmen, lässt sich in der Schweizer freien Szene ein gesteigertes Interesse an dramaturgischen und spielerischen Strategien beobachten, die Fiktionalität und Faktualität in Frage stellen. Der Diskurs vor zehn Jahren sieht solche Strategien vor allem im Dienste konstruktivistischer Befragungen der Konzepte ‹Realität› und ‹Wahrheit›. Neuere Produktionen zeigen jedoch eine zunehmende Ausdifferenzierung im Spiel mit uneindeutigen Fiktionalitätsmodi. Besonders Theaterschaffende, die aus feministischen, BIPoC, queeren und/oder crippen Perspektiven Theater schaffen, nutzen autobiografische und autofiktionale Methoden, ambige Identitäten und Erzählungen, um sich differenziert im theatralen Diskurs zu verorten. Dabei zeigt sich eine Versatilität dieser Methoden, die in einem breiten Feld inhaltlicher Auseinandersetzungen produktiv eingesetzt werden.
Für den diesjährigen Kongress der GTW präsentiert Nele Solf den oben umrissenen Ausschnitt aus ihrer Forschung und fragt, wie fiktionale Ambiguität und Identitätskonstruktionen eingesetzt werden, um im zeitgenössischen Performancetheater Sinn zu produzieren.
Für den diesjährigen Kongress der GTW präsentiert Nele Solf den oben umrissenen Ausschnitt aus ihrer Forschung und fragt, wie fiktionale Ambiguität und Identitätskonstruktionen eingesetzt werden, um im zeitgenössischen Performancetheater Sinn zu produzieren.
Date Issued
2022-10-29
Publication Type
Conference Item
Subject(s)
Language(s)
de
Access(Rights)
metadata.only