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"Viele Anspielungen gehen ohnehin verloren". Autofiktion und Intertextualität in Max Frischs "Montauk"

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BORIS DOI
10.7892/boris.134300
Description
In seiner Erzählung "Montauk" (1975) inszeniert Max Frisch autobiografische Fakten mit den Mitteln fiktionaler Literatur; eine Kombination, die sich als Autofiktion beschreiben lässt. Besonders interessant sind die intertextuellen Bezüge, mit denen Frisch in Montauk Biografisches erzählt. Denn diese Verweise spielen nicht nur auf andere Texte an, sondern sind in eins damit auch bedeutsam im Hinblick auf jene Teile der Autorbiografie, die nur indirekt und ganz dezent angedeutet werden können. Indem die Studie verschiedene intertextuelle Anspielun­gen untersucht – etwa auf Philip Roths "My Life as a Man", auf Ingeborg Bachmanns "Undine geht" und ihre Erzählung "Simultan", auf Frischs eigene "Skizze eines Unglücks" oder auch auf die Orestie des Aischylos –, strebt sie ein genaueres Verständnis von Frischs autofiktio­naler Selbststilisierung an. So lässt sich die Arbeit am Bild, das Frisch seiner Leserschaft vermitteln wollte, nicht nur dort verfolgen, wo er autobiografische Dokumente retuschiert, um eine etwas geschönte Version seiner Vergangen­heit zu präsentieren, sondern auch an der Art und Weise, wie er Bekenntnisse tief unter die Textoberfläche versenkt, ausgesparte Informationen erschliessbar macht oder auch Neues hinzuerfindet – beispielsweise den Namen seiner jun­gen Begleiterin, Lynn. Besonderes Gewicht erhält in der Studie die genderthe­oretisch motivierte Frage nach Frischs Selbstinszenierung als Mann, die größtenteils über die verschiedenen in Montauk beschriebenen Liebesbeziehungen zu Frauen verläuft.
Date of Publication
2019-10
Publication Type
Book
Subject(s)
800 Literature, rhetoric & criticism > 830 German & related literatures
Language(s)
de
Contributor(s)
Affolter, Hanspeter
Institut für Germanistik
Additional Credits
Institut für Germanistik
Publisher
Chronos
ISBN
978-3-0340-1499-1
Access(Rights)
open.access
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Build: dd892c [ 9.04. 8:30]
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