Psychotherapie bei depressiven Patienten mit koronarer Herzkrankheit: Weiterhin sinnvoll?
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Depressive Symptome und depressive Störungen sind für die Erstmanifestation einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bedeutsam und beeinflussen die Prognose nach einem ersten kardialen Ereignis negativ. Nach einer Studie zur Wirkung von kognitiver Verhaltenstherapie im Jahr 2003 (ENRICHD) wurde im Jahr 2007 die zweite große randomisierte kontrollierte psychotherapeutische Interventionsstudie für depressive Patienten mit KHK veröffentlicht (CREATE). ENRICHD konnte zwar antidepressive Effekte einer kognitiven Verhaltenstherapie sechs Monate nach dem Herzinfarkt nachweisen, jedoch gab es keinen Effekt auf die kardiale Prognose. Die Wirksamkeit von Psychotherapie (IPT) auf die depressive Symptomatik konnte in der zweiten Studie (CREATE) nicht belegt werden. Der Aufbau beider Studien und die daraus resultierenden Kritikpunkte wurden in diesem Beitrag dargestellt. Die externe Validität der Ergebnisse für die psychotherapeutische Versorgung depressiver KHK-Patienten im deutschen Sprachraum wurde kritisch kommentiert.
Date of Publication
2008
Publication Type
Article
Language(s)
de
Additional Credits
Series
Psychotherapeut
Publisher
Springer-Verlag
ISSN
0935-6185
Access(Rights)
open.access