Effekte der akuten Glukokortikoidadministration auf das Craving bei Patienten mit einer Alkoholgebrauchsstörung
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Hintergrund: Ergebnisse aus der Tier- und Humanforschung belegen, dass ein erhöhter Glukokortikoidspiegel den Abruf von Gedächtnisinhalten behindert. Studien an Patienten mit Phobien konnten zeigen, dass die akute Administration von Glukokortikoiden die Angst in einer phobischen Situation reduziert. Weiter konnte gezeigt werden, dass die Kombination von Glukokortikoiden und Expositionstherapie bei Patienten mit Spinnenphobie eine grössere Symptomreduktion erzielte als die Placebobedingung. In der vorliegenden Studie soll untersucht werden ob die akute Administration von Glukokortikoiden den Abruf von Suchterinnerungen bei Patienten mit einer Alkoholgebrauchsstörung erschwert und dadurch das Craving reduziert. Methode: In einem randomisierten placebo-kontrollierten, doppel-blinden cross-over Design werden 46 abstinente Patienten mit Alkoholgebrauchsstörung in der 6 und 8 Woche während der stationären Entwöhnungstherapie untersucht. Eine Stunde vor einer in-vivo Exposition mit einem alkoholischen Getränk wird den Patienten 20 mg Hydrocortison oder Placebo oral verabreicht. Psychologische und physiologische Parameter werden während beiden Experimenten messwiederholt erhoben. Resultate: Erste Resultate werden präsentiert. Diskussion: Wir erwarten analog zu den Angststörungen, dass ein erhöhter Glukokortikoidspiegel den Abruf von Alkohol-assoziierten Suchterinnerungen erschwert, welche sich in reduziertem Craving zeigt.
Date of Publication
2016-09-05
Publication Type
Conference Item
Subject(s)
Language(s)
de
Title of Event
Access(Rights)
metadata.only