Gottes Wort und weltliche Bündnisse. Zürcher Geistliche als Verfechter von politischen Beziehungen mit protestantischen Mächten im 17. Jahrhundert.
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Durch das prägende Wirken Zwinglis während der Reformation blieben in Zürich Politik und Konfession auf lange Zeit hin aufs engste miteinander verschränkt. War im 16. Jahrhundert von den Reformatoren und deren Nachfolgern noch eine zurückhaltende Bündnispolitik propagiert worden, so setzten sich mehrere Vertreter der Zürcher Geistlichkeit im 17. Jahrhundert energisch für eine politische Verbindung des eidgenössischen Vororts mit protestantischen Mächten in Europa ein. Der Beitrag will anhand einiger ausgewählter Exponenten der Zürcher Geistlichkeit deren Wirken als diplomatische Akteure bei der Anknüpfung von Beziehungen mit dem Ausland und als Anlaufstelle für Gesandte protestantischer Mächte in Zürich untersuchen. Dabei interessieren einerseits die transnationalen Netzwerke der Akteure sowie andererseits die Mittel und Wege, die den Geistlichen zur politischen Einflussnahme offenstanden. Nicht zuletzt will der Beitrag die Frage aufwerfen, ob der Zürcher Rat diese informelle Diplomatie begrüsste und inwiefern das starke aussenpolitische Engagement der Geistlichen im eidgenössischen Vorort strukturell begründet war.
Date of Publication
2016-06-04
Publication Type
Conference Item
Subject(s)
Language(s)
de
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metadata.only