Digitale Peripherie? Eine Fallstudie über den digitalen Wandel in der Bergregion Unterengadin/Münstertal
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Der digitale Wandel führt zu grundlegenden Veränderungen in den Schweizer Berggebieten. In diesem Bericht analysieren wir die sozio-ökonomischen Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Berggemeinden in der Region Unterengadin/Münstertal. Es interessiert, welche Erfahrungen die unterschiedlichen Akteur_innen mit der Digitalisierung machen und welche Veränderungen ihres beruflichen Alltags damit einhergehen. Der schweizerische Kontext ist in dieser Hinsicht zentral. Denn obwohl die Schweiz eine Vorreiterrolle in der flächendeckenden Erschliessung von Breitbandinternet einnimmt, sind Transformationen ländlicher Ökonomien aufgrund der Digitalisierung noch unzureichend erforscht, insbesondere in den Berggebieten. Für unsere Fallstudie führten wir im Sommer und Herbst 2018 insgesamt 46 Interviews mit den unterschiedlichsten lokalen Akteur_innen in der Region Unterengadin/Münstertal durch. Die Interviewdaten illustrieren, dass der digitale Wandel in den Berggebieten ganz unterschiedlich wahrgenommen wird und die Bedürfnisse an digitale Technologien stark variieren. Auf einer übergeordneten Ebene lässt sich zudem feststellen, dass Digitalisierung die kognitive Distanz zwischen Zentrum und Peripherie verringert, während physische Distanzen nach wie vor unverändert bleiben.
Date of Publication
2020-05
Publication Type
Report
Language(s)
en
Additional Credits
Publisher
Center For Regional Economic Development
Related URL(s)
https://doi.org/10.1007/978-3-030-37794-6_4
https://boris.unibe.ch/141176
Access(Rights)
open.access