Schweiz-Ruandische Beziehungen vor dem Völkermord an Tutsi 1994
Description
Lecture at Dodis, Swiss Academy of Humanities and Social Sciences/Schweizerische Gesellschaft für Geschichte
Abstract
Am 8. April präsentierte die Historikerin Thanushiyah Korn ihr Dissertationsprojekt zu den Beziehungen zwischen der Schweiz und Ruanda vor 1994.
Der Völkermord an Tutsi 1994 ging als eines der grausamsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts in die Weltgeschichte ein, das in 100 Tagen über 800'000 Menschenleben kostete. Zugleich war Ruanda seit 1966 Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungshilfe. Weshalb unterstützte die Schweiz ein Hutu-nationalistisches Regime, das die Minderheit Tutsi diskriminierte? Wie reagierte sie auf Menschenrechtsverbrechen, die nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1990 begangen wurden? Welche Rolle spielten Schweizer Entwicklungspraktiken auf Ruandas Weg zum Völkermord an Tutsi 1994? Thanushiyah Korn, Doktorandin an der Universität Basel, griff diese Fragen auf und gab einen Einblick in geschichtsmächtige bilaterale Verflechtungen, die Ruanda seit der Kolonialzeit geprägt haben.
Der Völkermord an Tutsi 1994 ging als eines der grausamsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts in die Weltgeschichte ein, das in 100 Tagen über 800'000 Menschenleben kostete. Zugleich war Ruanda seit 1966 Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungshilfe. Weshalb unterstützte die Schweiz ein Hutu-nationalistisches Regime, das die Minderheit Tutsi diskriminierte? Wie reagierte sie auf Menschenrechtsverbrechen, die nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1990 begangen wurden? Welche Rolle spielten Schweizer Entwicklungspraktiken auf Ruandas Weg zum Völkermord an Tutsi 1994? Thanushiyah Korn, Doktorandin an der Universität Basel, griff diese Fragen auf und gab einen Einblick in geschichtsmächtige bilaterale Verflechtungen, die Ruanda seit der Kolonialzeit geprägt haben.
Date Issued
2024-04-08
Publication Type
Conference Item
Language(s)
de
Additional Credits
Access(Rights)
metadata.only