Wohlbefinden und Lernfreude im Jugendalter. Befunde einer Interventionsstudie
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Dem Wohlbefinden, und entsprechend der Lernfreude, von Schüler/innen kommt eine zweifache Bedeutung zu: Zum einen fungiert Wohlbefinden als Grundlage erfolgreicher Lernprozesse; zum anderen stellt es einen Wert an sich dar, den es zu fördern gilt. Obschon wiederholt empirisch gezeigt wurde, dass sich das Wohlbefinden und die Lernfreude im Laufe der Schulzeit verschlechtern (z.B. Gnambs & Hanfstingl, 2016; Hascher, 2004; Hascher & Hagenauer, 2011), gibt es bislang nur wenig empirische Evidenz zur Klärung der Frage, wie dieser Rückgang gemindert oder vermieden werden kann. Eine Übersicht zeigt, dass entsprechende Interventionsstudien selten und nur mäßig erfolgreich sind (Gläser-Zikuda, 2010).
Im Vortrag werden die Ergebnisse einer Interventionsstudie mit N = 348 Schweizer Schüler/innen mit negativen Selektionserfahrungen im Übergang zur Sekundarstufe I (Zuweisung im Hauptfach Mathematik zu Unterricht mit Grundanforderungen, Schuljahr 2015/2016) vorgestellt, in der es um die Förderung der Lernmotivation und der positiven Lernemotionen geht. Die Ausprägungen des Wohlbefindens (Fragebogen zum Wohlbefinden in der Schule von Hascher, 2004) und der Lernfreude im Mathematikunterricht (gemäß AEQ-M von Pekrun, Götz, & Frenzel, 2005) wurden im Prä-Post-Design differenziert nach drei Interventionsgruppen untersucht: (a) Schulklassen mit regulärem Unterricht; (b) Schulklassen mit einer unterrichtsnahen, externen Förderung positiver Emotionen und Motivation; (c) Schulklassen mit einer unterrichtsnahen, externen Förderung positiver Emotionen und Motivation und zusätzlicher Weiterbildung ihrer Mathematik-Lehrpersonen.
Trotz negativer Selektionserfahrungen weisen die Schüler/innen zu Beginn des Schuljahres eher günstige Werte im Wohlbefinden und in der Lernfreude auf. Am Ende des Schuljahres zeigen sich Unterschiede zwischen und innerhalb der drei Gruppen, die einerseits auf Interventionseffekte, andererseits auf ATI-Effekte hinweisen, so etwa die Zunahme der Freude in der Schule und der Lernfreude im Fach Mathematik bei der Gruppe mit Schülerförderung und LehrerInnenweiterbildung. Die Ergebnisse werden mit Bezug auf differentielle Verläufe, die Rolle der Lehrpersonen und Fördermöglichkeiten diskutiert.
Im Vortrag werden die Ergebnisse einer Interventionsstudie mit N = 348 Schweizer Schüler/innen mit negativen Selektionserfahrungen im Übergang zur Sekundarstufe I (Zuweisung im Hauptfach Mathematik zu Unterricht mit Grundanforderungen, Schuljahr 2015/2016) vorgestellt, in der es um die Förderung der Lernmotivation und der positiven Lernemotionen geht. Die Ausprägungen des Wohlbefindens (Fragebogen zum Wohlbefinden in der Schule von Hascher, 2004) und der Lernfreude im Mathematikunterricht (gemäß AEQ-M von Pekrun, Götz, & Frenzel, 2005) wurden im Prä-Post-Design differenziert nach drei Interventionsgruppen untersucht: (a) Schulklassen mit regulärem Unterricht; (b) Schulklassen mit einer unterrichtsnahen, externen Förderung positiver Emotionen und Motivation; (c) Schulklassen mit einer unterrichtsnahen, externen Förderung positiver Emotionen und Motivation und zusätzlicher Weiterbildung ihrer Mathematik-Lehrpersonen.
Trotz negativer Selektionserfahrungen weisen die Schüler/innen zu Beginn des Schuljahres eher günstige Werte im Wohlbefinden und in der Lernfreude auf. Am Ende des Schuljahres zeigen sich Unterschiede zwischen und innerhalb der drei Gruppen, die einerseits auf Interventionseffekte, andererseits auf ATI-Effekte hinweisen, so etwa die Zunahme der Freude in der Schule und der Lernfreude im Fach Mathematik bei der Gruppe mit Schülerförderung und LehrerInnenweiterbildung. Die Ergebnisse werden mit Bezug auf differentielle Verläufe, die Rolle der Lehrpersonen und Fördermöglichkeiten diskutiert.
Date of Publication
2017-09-14
Publication Type
Conference Item
Language(s)
de
Contributor(s)
Additional Credits
Access(Rights)
metadata.only