Gesundheitsökonomie
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Nicht alle gesundheitlichen Ziele und Maßnahmen, die grundsätzlich wünschenswert wären, sind auch finanzierbar. Die Frage, wie begrenzte Ressourcen eingesetzt werden sollen, ist eine zentrale Herausforderung für die Gesundheitssysteme weltweit. Um hier Antworten zu finden, wendet die Gesundheitsökonomiewirtschaftswissenschaftliche Theorien und Methoden auf das Gesundheitssystem an. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört dabei die Kosten-Nutzen-Bewertunggesundheitsbezogener Leistungen.
Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen müssen auf allen Ebenen eines Gesundheitssystems getroffen werden. Wird beispielsweise ein neues Arzneimittel zur Behandlung des Diabetes mellitus entwickelt, muss entschieden werden, ob das neue Medikament in den Leistungskatalog der Krankenversicherung aufgenommen und bei einer Verordnung bezahlt wird. Auch zwischen den verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems müssen die Mittel verteilt werden, z. B. zwischen den Gebieten der präventiven, kurativen und palliativen Medizin. Das Gesundheitssystem konkurriert darüber hinaus mit anderen gesellschaftlichen Sektoren um Ressourcen, wie etwa dem Bildungswesen. Solche Überlegungen können durchaus sinnvoll sein, wenn zum Beispiel mehr Gesundheit „produziert“ werden könnte, wenn verstärkter in die Bildung der Bevölkerung als in die Therapie bestehender Erkrankungen investiert würde.
Neben anderen Kriterien, wie zum Beispiel ethischen Überlegungen (s. Kap. 1.6), kann das Kosten-Nutzen-Verhältnisgesundheitsbezogener Maßnahmen eine wichtige Information für Entscheidungsträger sein. Im Bereich der Gesundheitsökonomie werden daher mit Hilfe spezifischer Evaluationsstudien Kosten-Nutzen-Daten erstellt. Als gesundheitsökonomische Evaluation bezeichnet man die vergleichende Analyse verschiedener Handlungsmöglichkeiten anhand ihrer jeweiligen Kosten und Nutzen. Für die zu vergleichenden Alternativen (z. B. zwei verschiedene Medikamente zur Senkung des Bluthochdrucks) werden die gleichen Kosteneinheiten (z. B. „Euro“) und die gleichen Nutzeneinheiten (z. B. „Blutdrucksenkung in mmHg“) verwendet. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Alternativen anhand expliziter Kriterien miteinander vergleichen. Favorisiert wird dann jene Alternative, bei der für die Erzielung einer Nutzeneinheit der geringere Mitteleinsatz erforderlich ist.
Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen müssen auf allen Ebenen eines Gesundheitssystems getroffen werden. Wird beispielsweise ein neues Arzneimittel zur Behandlung des Diabetes mellitus entwickelt, muss entschieden werden, ob das neue Medikament in den Leistungskatalog der Krankenversicherung aufgenommen und bei einer Verordnung bezahlt wird. Auch zwischen den verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems müssen die Mittel verteilt werden, z. B. zwischen den Gebieten der präventiven, kurativen und palliativen Medizin. Das Gesundheitssystem konkurriert darüber hinaus mit anderen gesellschaftlichen Sektoren um Ressourcen, wie etwa dem Bildungswesen. Solche Überlegungen können durchaus sinnvoll sein, wenn zum Beispiel mehr Gesundheit „produziert“ werden könnte, wenn verstärkter in die Bildung der Bevölkerung als in die Therapie bestehender Erkrankungen investiert würde.
Neben anderen Kriterien, wie zum Beispiel ethischen Überlegungen (s. Kap. 1.6), kann das Kosten-Nutzen-Verhältnisgesundheitsbezogener Maßnahmen eine wichtige Information für Entscheidungsträger sein. Im Bereich der Gesundheitsökonomie werden daher mit Hilfe spezifischer Evaluationsstudien Kosten-Nutzen-Daten erstellt. Als gesundheitsökonomische Evaluation bezeichnet man die vergleichende Analyse verschiedener Handlungsmöglichkeiten anhand ihrer jeweiligen Kosten und Nutzen. Für die zu vergleichenden Alternativen (z. B. zwei verschiedene Medikamente zur Senkung des Bluthochdrucks) werden die gleichen Kosteneinheiten (z. B. „Euro“) und die gleichen Nutzeneinheiten (z. B. „Blutdrucksenkung in mmHg“) verwendet. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Alternativen anhand expliziter Kriterien miteinander vergleichen. Favorisiert wird dann jene Alternative, bei der für die Erzielung einer Nutzeneinheit der geringere Mitteleinsatz erforderlich ist.
Date of Publication
2025-06-16
Publication Type
Book Section
Language(s)
de
Editor(s)
Razum, Oliver | |
Rieder, Anita |
Additional Credits
Publisher
ISBN
9783111320434
Book Title
Access(Rights)
restricted