Mobbing als Risikofaktor im Kindes- und Jugendalter
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Mobbing wurde lange Zeit als normales Interaktionsmuster zwischen Kindern und Jugendlichen betrachtet. Die Forschung der letzten Jahre hat diese Sichtweise verändert und die z. T. langanhaltenden negativen Konsequenzen von Mobbing aufgezeigt. Besonders die betroffenen Opfer weisen ein erhöhtes Risiko für ein breites Spektrum psychischer Störungen auf, wobei der Zusammenhang zu Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Problemen, Selbstverletzung und Suizidalität besonders umfassend belegt wurde. Der negative Einfluss von Mobbing betrifft viele Lebensbereiche der Opfer: psychologisch, sozial und sogar ökonomisch. Mobbing ist eine Form der Misshandlung unter Gleichaltrigen. Dementsprechend trägt es in hohem Maße zur Entwicklung schwerwiegender psychischer Probleme bei und verdient ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Aktivität im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie, ist aber auch ein zentrales Anliegen der allgemeinen öffentlichen Gesundheit.
Date of Publication
2020
Publication Type
Book Section
Subject(s)
Language(s)
de
Contributor(s)
Editor(s)
Fegert, Jörg | |
Resch, Franz | |
Plener, Paul | |
Kaess, Michael | |
Döpfner, Manfred | |
Konrad, Kerstin | |
Legenbauer, Tanja |
Publisher
Springer
ISSN
2625-350X
ISBN
978-3-662-49289-5
Access(Rights)
restricted