Evaluation der Bündner Tourismusreform 2006–2013
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BORIS DOI
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Der vorliegende Bericht beinhaltet die Ergebnisse einer Evaluation der siebenjährigen Tourismusreform im Kanton Graubünden. Als Haupterkenntnis kann festgestellt werden, dass die Bündner Tourismusreform notwendig war und dass dabei die Regierung und insbesondere das Amt für Wirtschaft und Tourismus (AWT) eine wichtige Rolle spielte. Die Zielsetzungen der Reform waren äusserst ambitiös formuliert. Rückblickend erscheint es deshalb auch plausibel, dass in der kurzen Reformzeit nicht alle Ergebnis- und Wirkungsziele vollumfänglich erreicht wurden. Dennoch kann festgehalten werden, dass sich mit Hilfe der Reform die Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen Bündner Tourismus verbessert haben. Aufgrund der grossen Bedeutung des Tourismus im Kanton Graubünden hat deren Regierung im Jahr 2006 das Projekt „Wettbewerbsfähige Strukturen und Aufgabenteilung im Bündner Tourismus“ initiiert und für den Zeitraum 2006-2012 dafür CHF 18 Mio. gesprochen. Hauptziel der Reform war es, marktfähigere Destinationsmanagement-Organisationen (DMO) und Regionale Tourismusorganisationen (ReTO) zu schaffen. Damit verbunden war eine effektivere und effizientere Aufteilung für Marktbearbeitung in den Kern-, Aufbau- und Zielmärkten. Flankierend zum Projekt wurden Massnahmen wie „Qualitätsprogramm Graubünden“ oder „Natur- und kulturnaher Tourismus“ gemeinsam mit den Destinationen entwickelt und umgesetzt.
Die Evaluation basiert auf drei Audit-Ansätzen. Im Prämissen-Audit wurden die Annahmen, Handlungsfelder und Zielsetzungen der Reform hinterfragt. Eine Überprüfung der Planungsprozesse, der Abläufe und der Organisation fand im Prozess-Audit statt. Schliesslich wurden im Ergebnis-Audit die unmittelbaren Erfolge der Reform analysiert. Daneben wurden auch die beiden flankierenden Massnahmen „Qualitätsprogramm Graubünden“ und „Natur- und kulturnaher Tourismus“ einer kritischen Überprüfung unterzogen. Im Bericht wird zudem diskutiert, welche Prozesse sowohl aus tourismuspolitischer Sicht als auch an der Basis konstruktiv verliefen und zu beachtlichen Ergebnissen führten, aber auch, wo der Reformprozess Reibungsverluste hervorrief. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen bei einem Folgeprogramm genutzt werden.
Die Evaluation basiert auf drei Audit-Ansätzen. Im Prämissen-Audit wurden die Annahmen, Handlungsfelder und Zielsetzungen der Reform hinterfragt. Eine Überprüfung der Planungsprozesse, der Abläufe und der Organisation fand im Prozess-Audit statt. Schliesslich wurden im Ergebnis-Audit die unmittelbaren Erfolge der Reform analysiert. Daneben wurden auch die beiden flankierenden Massnahmen „Qualitätsprogramm Graubünden“ und „Natur- und kulturnaher Tourismus“ einer kritischen Überprüfung unterzogen. Im Bericht wird zudem diskutiert, welche Prozesse sowohl aus tourismuspolitischer Sicht als auch an der Basis konstruktiv verliefen und zu beachtlichen Ergebnissen führten, aber auch, wo der Reformprozess Reibungsverluste hervorrief. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen bei einem Folgeprogramm genutzt werden.
Date of Publication
2014-01
Publication Type
Report
Language(s)
de
Publisher
CRED - Center for Regional Economic Development
Access(Rights)
open.access