Integrationspolitik in Westeuropa: Trends und Debatten
Abstract
Seit den späten 90ern hat sich die „zivile Integration“ als dominantes Politikparadigma der Zuwandererintegration fast überall in Westeuropa durchgesetzt: obligatorische Sprach- und Integrationskurse und Tests als Bedingung für die Aufnahme oder Verstetigung des Aufenthalts, sowie für die Erlangung der Staatsbürgerschaft. Dieser Vortrag untersucht kontroverse Einschätzungen der neuen Politik: ob sie „nationale Modelle“ der Integration abgelöst haben, einen „Rückzug“ vom Multikulturalismus bedeuten, und im Kern ein illiberales Assimilierungsprojekt sind. Unstrittig ist, dass es der zivilen Integration um die Einbindung von Zuwanderern in die Institutionen der Mehrheitsgesellschaft geht, in einem neuen historischen Kontext der permanenten und nicht länger bloss episodischen, und als solcher von den politischen Eliten akzeptierten Zuwanderung.
Date Issued
2016-12-13
Publication Type
Conference Item
Language(s)
de
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metadata.only