Digitized Reality: 4K & HFR
Abstract
In der Diskussion über die technische Weiterentwicklung von Kino und Fernsehen kommt der Erhöhung der räumlichen und zeitlichen Auflösung ein wichtiger Stellenwert zu. Während 4K für’s Kino oder Ultra High Definition (UHD) für’s Fernsehen detailreichere Bilderlebnisse versprechen, garantieren höhere Bildraten (HFR) flüssigere Bewegungen und mehr Schärfe in der Bewegung. Die damit einhergehende neue Ästhetik der hyperscharfen Bilder stellt für Filmschaffende indes eine Herausforderung dar, denn das narrative Kino entfaltet seine Wirkung in vielen Fällen gerade nicht dadurch, dass es alles klar und deutlich zeigt. Die erhöhte Informationsdichte kann etwa dann zum Nachteil gereichen, wenn das Publikum von zu vielen Bilddetails abgelenkt wird und sich durch gesteigerte Wirklichkeitsnähe eine desillusionierende Wirkung einstellt. Im Forschungsprojekt 'Digitized Reality: 4K & HFR' wurden die neuen technischen Trends anhand von Kurzfilmen einem Praxistest unterzogen. Dabei wurden die Auswirkungen auf die Bildästhetik und den erzählerischen Kontext diskutiert. Die künstlerischen Fragen wurden teilweise durch empirische Methoden (Zuschauerexperimente mit Eyetracking) ergänzt. Die Präsentation umfasst die Projektion von 4K- und HFR-Kurzfilmen sowie Direktvergleiche von unterschiedlichen Bildraten. Zudem werden die Ergebnisse der Eyetracking-Studie und ein Experiment mit variabler Bildrate vorgestellt.
Date Issued
2016-02-03
Publication Type
Conference Item
Language(s)
de
Author(s)
Title of Event
Access(Rights)
metadata.only