Gesteigerte Nahrungsmittelproduktion in Ruanda - wer profitiert? Von der Zementierung der Geschlechterdifferenz durch die Ökonominisierung der Landwirtschaft.
Abstract
Das zentralostafrikanische Land Ruanda unterzieht sich gegenwärtig einer ökonomischen und sozialen Transformation und erhält für seine progressive Gleichstellungspolitik internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die ruandische Entwicklungsagenda 2020 sieht die Ertragssteigerung in der Landwirtschaft mittels einer beschleunigten Kommerzialisierung vor. Grund hierfür ist zum einen die Nahrungsmittelsicherheit für die rasant zunehmende Bevölkerung, zum andern die Anbindung an den Exportmarkt. Dies führt jedoch zu einer Verschärfung der Landfrage und ökonomisch schwache Haushalte sehen sich vermehrt gezwungen, als Tagelöhner*innen die Existenzsicherung zu gewährleisten. Im Folgenden wird erläutert, wie sich diese Veränderungen auf die Geschlechterverhältnisse auswirken, inwiefern so Geschlechterdifferenzen und damit Ungleichheiten zementiert werden.
Date Issued
2019-03
Publication Type
Magazine Article
Language(s)
de
Additional Credits
Publisher
WIDE Switzerland
Access(Rights)
restricted