Ideen, genährt aus feu sacré, in die Tat umsetzen. Motivationen für Frauenvereinsarbeit einst und heute. Vortrag an der Jahresversammlung des Vereins Christkatholischer Frauenvereine am 16. November 2019 in Bern
Abstract
Der diakonischen Arbeit von Frauen in kirchlich-karitativen Vereinen lagen praktische, kirchenpolitische und religiöse Motivationen zugrunde. Der Zusammenschluss der Vereine zum Verband Christkatholischer Frauenvereine sollte den Austausch, die Vernetzung und die Repräsentation der Vereine verbessern und die Umsetzung gesamtkirchlicher Aufgaben (Stellenvermittlung und Gemeindekrankenpflege) ermöglichen. Der Verband setzte sich beharrlich für das kirchliche Frauenstimmrecht ein.
In den Vereinen konnten Frauen den zugewiesenen Platz in Kirche und Öffentlichkeit einnehmen und gestalten. Mit diakonischer Tätigkeit setzten die Vereinsmitglieder die empfundene Wahrheit der Kirche in Praxis um. Sie linderten Not, Armut und Einsamkeit. Das stärkte das Image und das Selbstverständnis der Kirche. Die diakonische Arbeit legitimierte nicht nur fachliche Bildung, sondern förderte auch die Solidarität in Verein und Gesellschaft.
In einem Referat von 1931 betonte die Präsidentin des VCF von 1920-1948, Anny Peter (1882-1958) die religiös-spirituellen Aspekte der Motivation zur Vereins- und Verbandsarbeit. Peter verstand Diakonie biblisch fundiert als eine religiöse Haltung der werktätigen Nächstenliebe auf der Grundlage der eigenen Spiritualität. Zur Diakonie gehörten für sie Bildung, Hilfe für Bedürftige sowie Verkündigung des Evangeliums. Diakonische Frauenarbeit war damit dem Auftrag der Kirche gemässes Handeln.
Die Anliegen des Verbands bestehen im Wesentlichen bis heute. Mögliche aktuelle Umsetzungen von Diakonie könnten stärker auf den Bereich kirchlich verankerter spiritueller Bildung und Praxis fokussieren.
In den Vereinen konnten Frauen den zugewiesenen Platz in Kirche und Öffentlichkeit einnehmen und gestalten. Mit diakonischer Tätigkeit setzten die Vereinsmitglieder die empfundene Wahrheit der Kirche in Praxis um. Sie linderten Not, Armut und Einsamkeit. Das stärkte das Image und das Selbstverständnis der Kirche. Die diakonische Arbeit legitimierte nicht nur fachliche Bildung, sondern förderte auch die Solidarität in Verein und Gesellschaft.
In einem Referat von 1931 betonte die Präsidentin des VCF von 1920-1948, Anny Peter (1882-1958) die religiös-spirituellen Aspekte der Motivation zur Vereins- und Verbandsarbeit. Peter verstand Diakonie biblisch fundiert als eine religiöse Haltung der werktätigen Nächstenliebe auf der Grundlage der eigenen Spiritualität. Zur Diakonie gehörten für sie Bildung, Hilfe für Bedürftige sowie Verkündigung des Evangeliums. Diakonische Frauenarbeit war damit dem Auftrag der Kirche gemässes Handeln.
Die Anliegen des Verbands bestehen im Wesentlichen bis heute. Mögliche aktuelle Umsetzungen von Diakonie könnten stärker auf den Bereich kirchlich verankerter spiritueller Bildung und Praxis fokussieren.
Date Issued
2019-11-16
Publication Type
Conference Item
Language(s)
de
Additional Credits
Access(Rights)
open.access