Studie «Sicheres Daheim» – Eine Social-Marketing-Studie
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Die BFU erfüllt als öffentlich beauftragtes Kompetenzzentrum den Auftrag, folgenschwere Un- fälle in der Schweiz zu reduzieren. Ein zentraler Schwerpunkt sind Sturzunfälle zu Hause: Jährlich verletzen sich rund 125’000 Personen im häuslichen Umfeld, ein Teil davon schwer; zudem sind auch Erwachsene im erwerbsfähigen Alter betroffen – teils mit Invaliditätsfolgen oder Todesfällen (Niemann et al., 2024). Stürze passieren besonders häufig auf Treppen sowie in Bad-, Wohn- und Schlafzimmern und werden durch alltägliche, oft vermeidbare Risiken wie Stolperfallen, rutschige Böden oder wacklige Aufstiegshilfen begünstigt. Gleichzeitig wird das persönliche Unfallrisiko zu Hause – im Vergleich zu Verkehr oder Sport – häufig unterschätzt; Stürze werden oft primär älteren Menschen zugeschrieben.
Seit 2023 führt die BFU die Kampagne «Sicheres Daheim» für 30–65-Jährige durch. Kommu- nikativ erzielte die Kampagne gute Werte, eine Evaluation zeigte jedoch keine nachhaltige Verhaltensänderung. Als zentraler Grund gilt die geringe persönliche Relevanz: Rund 90 % der Zielgruppe schätzen sich nicht als sturzgefährdet ein, entsprechend gering ist die Bereit- schaft, präventive Massnahmen im Alltag umzusetzen. Für eine wirksamere Nachfolgekampagne braucht es daher vertiefte, sozial-marketingbasierte Erkenntnisse zur Zielgruppe – ins- besondere zu Wahrnehmung, Einstellungen, Barrieren, Motivatoren und Triggern, die Hand- lungsbereitschaft auslösen – als Grundlage für die künftige Kommunikations- und Implemen- tationsstrategie. Die BFU setzt die Studie sowie die wissenschaftlich gestützte Nachfolgekam- pagne gemeinsam mit der Vaudoise um.
Seit 2023 führt die BFU die Kampagne «Sicheres Daheim» für 30–65-Jährige durch. Kommu- nikativ erzielte die Kampagne gute Werte, eine Evaluation zeigte jedoch keine nachhaltige Verhaltensänderung. Als zentraler Grund gilt die geringe persönliche Relevanz: Rund 90 % der Zielgruppe schätzen sich nicht als sturzgefährdet ein, entsprechend gering ist die Bereit- schaft, präventive Massnahmen im Alltag umzusetzen. Für eine wirksamere Nachfolgekampagne braucht es daher vertiefte, sozial-marketingbasierte Erkenntnisse zur Zielgruppe – ins- besondere zu Wahrnehmung, Einstellungen, Barrieren, Motivatoren und Triggern, die Hand- lungsbereitschaft auslösen – als Grundlage für die künftige Kommunikations- und Implemen- tationsstrategie. Die BFU setzt die Studie sowie die wissenschaftlich gestützte Nachfolgekam- pagne gemeinsam mit der Vaudoise um.
Principal Investigator
Endes, Simon | Ecoplan AG |
Primary Conductor
Ecoplan (Switzerland)
Start Date
2026-02-24
Expected Completion Date
2026-09-04
Institutional Partner
Ecoplan (Switzerland)
Keyword(s)
Sturzprävention
•
Verhaltensänderung
•
Risikowahrnehmung
•
Social Marketing
Languages
de